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	<title>Wechselkurs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T00:11:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Kryptowiki - Die freie Enzyklopädie der Kryptowährungen</subtitle>
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		<id>https://kryptowiki.eu/index.php?title=Wechselkurs&amp;diff=2651&amp;oldid=prev</id>
		<title>Herr E-Mark: Die Seite wurde neu angelegt: „Wechselkurs des [[Euro zum US-Dollar seit Bestehen des Euros]]  Der '''Wechselkurs''' ist der Preis einer…“</title>
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		<updated>2018-08-31T08:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:EurUsd.png&quot; title=&quot;Datei:EurUsd.png&quot;&gt;mini|Wechselkurs des [[Euro&lt;/a&gt; zum &lt;a href=&quot;/index.php?title=US-Dollar&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;US-Dollar (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;US-Dollar&lt;/a&gt; seit Bestehen des Euros]]  Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselkurs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der &lt;a href=&quot;/index.php?title=Preis_(Wirtschaft)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Preis (Wirtschaft) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Preis&lt;/a&gt; einer…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EurUsd.png|mini|Wechselkurs des [[Euro]] zum [[US-Dollar]] seit Bestehen des Euros]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Wechselkurs''' ist der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] einer [[Währung]], ausgedrückt in einer anderen Währung. Der Markt, auf dem sich dieser Preis bildet, ist der [[Devisenmarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechselkurs ist [[volkswirtschaft]]lich sehr bedeutsam, da er zum Beispiel die [[internationale Wettbewerbsfähigkeit]] eines [[Währungsraum]]es beeinflusst (siehe [[Wechselkursmechanismus]]). Für [[Unternehmen]] und [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] besteht durch die Wechselkursänderungen ein Risiko ([[Wechselkursunsicherheit]]), wenn Forderungen an eine [[Fremdwährung]] gebunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Wechselkursen ==&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen unterscheidet man Wechselkurse nach zwei Kriterien:&lt;br /&gt;
* Nach Einbeziehung des Preisniveaus in die Berechnung werden [[#Nominaler Wechselkurs|nominale]] und [[#Realer Wechselkurs|reale Wechselkurse]] unterschieden.&lt;br /&gt;
* Nach der Anzahl der Länder, gegenüber denen der Wechselkurs berechnet wird, werden [[#Bilaterale und effektive Wechselkurse|bilaterale und effektive (multilaterale) Wechselkurse]] unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nominaler Wechselkurs ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt der ''nominale'' Wechselkurs an, in welchem Verhältnis die Währung eines Landes gegen die Währung eines anderen Landes getauscht werden kann. Der nominale Wechselkurs lässt sich dabei in der Mengen- oder der Preisnotierung ausdrücken. Die ''Mengennotierung'' ({{lang|en|''indirect quotation''}}), Wechselkurs im engeren Sinne, gibt den Preis einer Einheit der inländischen Währung in Einheiten der ausländischen Währung an (am Beispiel von Europa und den USA aus europäischer Sicht: Dollar je Euro). Dagegen gibt die ''Preisnotierung'' ({{lang|en|''direct quotation''}}) oder der „Devisenkurs“ den Preis einer Einheit der ausländischen Währung in Einheiten der inländischen Währung an (Euro je Dollar aus europäischer Sicht). Die Preisnotierung ist somit definitionsgemäß der [[Kehrwert]] der Mengennotierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eurozone, Großbritannien, Australien und Neuseeland wird heute mehrheitlich die Mengennotierung verwendet, während ansonsten die Preisnotierung üblich ist, insbesondere auch in der Schweiz. In der [[Eurozone]] war bis zu der Euroeinführung auch die Preisnotierung üblich.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=''Glossar – Wechselkurs'' |url=http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Glossar/Functions/glossar.html?lv2=32060&amp;amp;lv3=61754 |wayback=20131009021953 |archiv-bot=2018-03-23 03:14:40 InternetArchiveBot }} auf der Website der Deutschen Bundesbank.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wechselkurs in Mengennotierung &amp;lt;math&amp;gt;e_\mathrm{M}&amp;lt;/math&amp;gt; wird durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;e_\mathrm{M} = \frac{\text{Einheiten ausländischer Währung}}{\text{eine Einheit inländischer Währung}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
berechnet, in Preisnotierung (Devisenkurs) lautet sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;e_\mathrm{P} = \frac{\text{Einheiten inländischer Währung}} {\text{eine Einheit ausländischer Währung}} = e_\mathrm{M}^{-1}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Realer Wechselkurs ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Realer Wechselkurs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''reale'' Wechselkurs bezeichnet das Verhältnis, zu dem ein repräsentativer [[Warenkorb]] eines Landes gegen einen repräsentativen Warenkorb eines anderen Landes getauscht werden kann. Der reale Wechselkurs ist damit als ein Index definiert, sein absoluter Wert hat also keinen Aussagewert. Erst durch die Betrachtung der Änderungsraten im Zeitverlauf kann man wichtige Erkenntnisse gewinnen. An den Änderungsraten kann man die Entwicklung der Kaufkraft eines Landes ablesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine real aufwertende Währung zeichnet sich zwar durch eine höhere Kaufkraft gegenüber dem Ausland aus (man spricht auch von verbesserten [[Terms of Trade]]), verringert jedoch gleichzeitig die [[Wettbewerbsfähigkeit]] der inländischen Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselkurs bei Geldinstituten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Verwaltung und Abrechnung im [[Sorten]]geschäft nicht nur arbeitsaufwendig ist, sondern das Geldinstitut beim Ankauf fremder Währung ein Risiko eingeht, werden Sorten meist zum niedrigen [[Geldkurs]] an und zum höheren [[Briefkurs]] verkauft. Diese Kurse weichen von den Umtauschkursen, die zum Beispiel bei Überweisungen ins Ausland verwendet werden, mehr oder weniger stark ab. In manchen Ländern mit hoher Wechselkurs[[volatilität]] wird [[Hartwährung]] bevorzugt, so dass es für Reisende vorteilhafter sein kann, erst im Zielland das Geld zu tauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilaterale und effektive Wechselkurse ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|bilateraler Wechselkurs|Multilateraler Wechselkurs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom ''bilateralen'' Wechselkurs spricht man, wenn sich der Wechselkurs auf zwei Währungen bezieht. Betrachtet man dagegen den Wechselkurs zwischen einer Währung und einem [[Währungskorb]], dann spricht man vom ''effektiven'' (oder auch multilateralen) Wechselkurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Währungskorb wird aus den Währungen der wichtigsten Handelspartner gebildet. Der effektive Wechselkurs wird bestimmt, indem der Durchschnitt aus allen bilateralen Wechselkursen im Währungskorb gebildet wird, dabei wird jeder bilaterale Wechselkurs mit dem Anteil des jeweiligen Landes am [[Außenhandel]] gewichtet. Wird mit dem Exportanteil gewichtet, so spricht man vom ''Exportwechselkurs'', wird dagegen mit dem Importanteil gewichtet, dann spricht man vom ''Importwechselkurs''. Meistens wird der Durchschnitt aus dem Export- und Importanteil gebildet, in diesem Fall wird der effektive Wechselkurs als ''Außenwert'' der Währung bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der effektive Wechselkurs ist deswegen wichtig, weil Wechselkurse aus Unternehmenssicht v.&amp;amp;nbsp;a. wichtige Indikatoren für die eigene Wettbewerbsfähigkeit sind. Allerdings kann ein Wechselkurs per Definition immer nur genau zwei Volkswirtschaften miteinander vergleichen. Dies reduziert seine Aussagekraft. Um zu einer grundsätzlicheren Erkenntnis über die [[Wettbewerbsfähigkeit]] eines Landes zu kommen, müssten demnach auch alle anderen für Ex- und Importe wichtigen Wechselkurse berücksichtigt werden – dies leistet der effektive Wechselkurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Zentralbank]] (EZB) berechnet den effektiven Außenwert des Euro gegenüber den Währungen von 23 Haupthandelspartnern (die sog. [[EWK-23-Gruppe]]). Bedeutsam sind dabei jedoch v.&amp;amp;nbsp;a. der US-Dollar, das britische Pfund und der japanische Yen, die derzeit gemeinsam über 55 Prozent des gesamten effektiven Wechselkurses des Euro ausmachen. Obwohl die Währungen, die nicht zur EWK-23-Gruppe zählen, eine relativ unwichtige Rolle spielen, bestimmt die EZB auch den effektiven Wechselkurs für die 42 wichtigsten Handelspartner, die sogenannte [[EWK-42-Gruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselkurstheorien ==&lt;br /&gt;
Zur theoretischen Begründung von Wechselkursschwankungen bestehen mehrere Theorien, die einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wechselkurs auf der einen sowie etwa dem [[Preisniveau]], dem Einkommen oder dem Zinssatz im In- und Ausland auf der anderen Seite. Diese Theorien sind in der Regel [[partialanalytisch]], das heißt, sie betrachten die Veränderung einer (oder weniger) den Wechselkurs bestimmenden Größe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Ansätzen unterscheiden:&lt;br /&gt;
# Stromansätze: Sie zielen ab auf die Wirkung der Änderung des Preisniveaus, des Einkommens oder des Zinssatzes auf die [[Kapitalverkehrsbilanz]] und die [[Leistungsbilanz]]. Zu dieser Richtung gehören:&lt;br /&gt;
#:* [[Mundell-Fleming-Modell]] (Absorptionsansatz): Basierend auf einer keynesianischen Theorie stellt dieser Ansatz auf das Leistungsbilanzsaldo (LBS) eines Landes ab, um zukünftige Kursentwicklungen der jeweiligen Währung vorherzusagen.&lt;br /&gt;
#:* [[Zinsparität]]enansatz: „Geld geht dorthin, wo die höchsten Erträge zu erzielen sind.“ Sind internationale Kapitalmärkte frei von Kapitalverkehrskontrollen und in- und ausländische Finanztitel perfekte Substitute, dann kommt es durch die Ausnutzung von [[Arbitrage]]möglichkeiten zu einer perfekten Übereinstimmung der entsprechenden Ertragsraten im In- und Ausland, die sich zum einen aus dem direkten Zinsertrag bzgl. des inländischen und ausländischen Zinsniveaus und zum anderen durch Wechselkursänderungen ergeben. Jede Abweichung der Ertragsraten wird zu Kapitalbewegungen führen, die auf die Ausnutzung von Gewinnmöglichkeiten ausgerichtet sind und solange anhalten und zu Anpassungen führen, bis eine erneute Angleichung erfolgt ist.&lt;br /&gt;
#:* [[Kaufkraftparität]]en&amp;amp;shy;ansatz: Die Kaufkraftparitätentheorie leitet den Wechselkurs zweier Währungen aus der Relation der jeweiligen [[Preisniveau]]s ab. Sie besagt, dass die Wechselkurse hauptsächlich schwanken, um Preisniveauunterschiede zwischen Währungsräumen auszugleichen. Relevant sind dabei Güterkörbe, die allein international handelbare Güter enthalten. Dieser Ansatz basiert auf dem Grundsatz des „law of one price“. Gemäß der Kaufkraftparitätentheorie muss eine Geldeinheit in allen Ländern die gleiche Kaufkraft haben, also überall den gleichen realen Wert besitzen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bestandsansätze: Sie zielen ab auf die Wirkung von Vermögensänderungen (Portfolioansätze). Dazu gehören:&lt;br /&gt;
#:* monetärer Ansatz&lt;br /&gt;
#:* Finanzmarktansatz (asset approach)&lt;br /&gt;
#:* makroökonomische Portfoliotheorie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselkursänderungen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Abwertung (Währung)}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Aufwertung (Währung)}}&lt;br /&gt;
Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure. Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen. Als Marktakteure treten dabei sowohl Großinvestoren (z.&amp;amp;nbsp;B. Zentralbanken aller Länder, internationale Großbanken und Unternehmen) als auch Kleinanleger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in Systemen flexibler Wechselkurse die Wechselkursänderungen nur durch Angebots- und Nachfrageverhalten der privaten Marktakteure entstehen, tritt in Systemen fixer Wechselkurse die jeweilige [[Zentralbank]] als zusätzlicher Marktakteur auf, der solange seine Währung kauft oder verkauft (sogenannte [[Devisenmarktintervention]]), bis der festgelegte Wechselkurs erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wechselkursänderungen haben große gesamtwirtschaftliche Bedeutung und spielen daher auch im Rahmen der [[Wirtschaftspolitik]] eine bedeutende Rolle. Aus der Betrachtung der Wechselkursänderungen im Zeitverlauf kann darauf geschlossen werden, wie die Marktakteure die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich der Wechselkurs auf einem sehr liquiden und oft [[Volatilität|volatilen]] Markt bildet, schwanken Wechselkurse in Systemen flexibler Wechselkurse erfahrungsgemäß sehr stark. Das Maß für die Schwankungsintensität eines Wechselkurses bezeichnet man als [[Wechselkursvolatilität]]. Große Wechselkursänderungen treten zumeist im Rahmen genereller Finanz- oder [[Wirtschaftskrise]]n auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auf- und Abwertungen ===&lt;br /&gt;
Eine Währung erfährt eine '''Aufwertung''', wenn ihr Preis auf dem [[Devisenmarkt]] steigt; es kommt zu einer '''Abwertung''', wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt sinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen nominaler und realer Wechselkursänderung:&lt;br /&gt;
* Eine nominale Auf- bzw. Abwertung findet bei jeder Änderung des ''nominalen Wechselkurses'' statt.&lt;br /&gt;
* Eine reale Auf- bzw. Abwertung erfordert hingegen eine Änderung des realen Wechselkurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mathematische Darstellung ===&lt;br /&gt;
Formal lässt sich die prozentuale Änderung des Wechselkurses (WK) wie folgt berechnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Änderungsrate} = \frac {WK_{t}-WK_{t-1}}{WK_{t-1}} = \frac {WK_{t}}{WK_{t-1}} - 1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Darstellung des Wechselkurses in Mengennotierung bedeuten positive Änderungsraten eine Aufwertung der [[Inlandswährung]], negative Änderungsraten dagegen eine Abwertung (Devaluation). Es verhält sich genau umgekehrt, wenn der Wechselkurs in Preisnotierung (Devisenkurs) dargestellt wird, dann entsprechen positive Änderungsraten einer Abwertung und negative einer Aufwertung der Inlandswährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Bei einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar steigt der Wechselkurs in der üblichen Mengennotierung (engl. ''indirect quotation'') von 1,25&amp;amp;nbsp;USD/EUR auf 1,50&amp;amp;nbsp;USD/EUR, dann ist die Änderungsrate gleich 0,2, dies entspricht einer Aufwertung um zwanzig Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auslöser von Wechselkursänderungen ===&lt;br /&gt;
Sind die Gründe bekannt, aus denen ein Angebots- und Nachfrageüberhang entstanden ist, dann ist auch bekannt, wie die Marktakteure (bzw. bei einem Festkurssystem die Regierung) die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen. Die wichtigsten Auslöser können sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durch private Marktakteure ausgelöste Wechselkursänderungen sind oft auf Änderungen der Wechselkurserwartungen (siehe hierzu auch [[Terminmarkt]]) zurückzuführen. Dabei erwarten die Anleger, dass eine Währung aufwerten wird und kaufen diese Währung, um von den Wertsteigerungen zu profitieren.&lt;br /&gt;
* Eine Erhöhung des [[Leitzins]]es eines Landes bewirkt eine erhöhte Nachfrage nach [[Staatsanleihe]]n dieses Landes. Da die Anleihen in der Währung dieses Landes bezahlt werden müssen, entsteht eine erhöhte Nachfrage nach dieser Währung, es kommt zu einer Aufwertung. Entsprechend wertet die Währung ab, wenn die Leitzinsen des jeweiligen Landes fallen.&lt;br /&gt;
* Verstärktes Investitionsinteresse ausländischer Investoren bewirkt verstärkte Nachfrage nach inländischer Währung, es kommt zu einer Aufwertung. Dementsprechend bewirkt ein nachlassendes Investitionsinteresse eine Abwertung.&lt;br /&gt;
* Wechselkursänderungen können auch durch [[Devisenmarktintervention]]en der Zentralbank hervorgerufen werden (so genannte [[Realignment]]s). Hierbei kauft bzw. verkauft die Zentralbank inländische gegen ausländische Währungseinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen von Wechselkursänderungen ===&lt;br /&gt;
Änderungen des Wechselkurses (besonders gegenüber wichtigen Handelspartnern) sind bedeutsame Einflussgrößen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes und oftmals auch die seiner Handelspartner. Die Auswirkungen sind sehr vielfältig, ihre volle Entwicklung erreichen sie erst über einen längeren Zeitraum. Die wichtigsten Auswirkungen sind:&lt;br /&gt;
* Inländer müssen infolge einer Abwertung für die gleiche Menge [[import]]ierter Güter mehr inländische Währung bezahlen. Daraus entsteht eine Senkung der Importmenge und einer Erhöhung der Nachfrage der Inländer nach inländischen Gütern, um den Güterbedarf unabhängig vom Wechselkurseffekt zu decken. Gleichzeitig müssen die ausländischen Importeure weniger ihrer Währung aufwenden, um die gleiche Gütermenge zu erhalten. Dies führt zu einem Anstieg der [[Export (Wirtschaft)|Exportmenge]]. In der Folge verbessert sich die [[Leistungsbilanz]] des Landes. Dies führt aber auch zu einer Verschlechterung der [[Terms of Trade]], da mit dem Erlös einer konstanten Menge an Exportgütern nur noch eine kleine Menge an Importgütern bezahlt werden kann. Der dadurch entstehende positive Effekt spiegelt sich im Anstieg der Beschäftigung im Inland wider.&lt;br /&gt;
* Der Leistungsbilanzeffekt einer Wechselkursänderung kann in der kurzen Frist anders ausfallen als in der langen Frist; dies wird in der Literatur als „[[J-Kurve|J-Kurven Effekt]]“ bezeichnet: Da die Rechnungen überwiegend in der Währung des jeweiligen Lieferlandes fakturiert werden, verteuern sich (in Inlandswährung ausgedrückt) die Importe bei gleichbleibenden Exporterlösen. Daraus resultiert eine Verschlechterung der Leistungsbilanz. Erst wenn die Preislisten angepasst werden und diese Preisänderung über die jeweiligen Import- und Exportelastizitäten zu Nachfragereaktionen führen, dann steigen die Exporte, sodass sich die Leistungsbilanz verbessert.&lt;br /&gt;
* Wechselkursänderungen haben Auswirkungen auf die [[Inflation]]s&amp;amp;shy;entwicklung: Eine Abwertung der inländischen Währung bewirkt direkt einen Anstieg der Importpreise und somit des [[Konsumentenpreisindex]]. Das hat zur Folge, dass die Inländer weniger Güter kaufen können (das [[Verfügbares Einkommen|real verfügbare Einkommen]] sinkt), da sie mehr Geld für importierte Güter ausgeben müssen. Umgekehrt wirkt eine Aufwertung inflationsbremsend, so dass das real verfügbare Einkommen steigt. Dieser Effekt ist kurzfristiger Natur.&lt;br /&gt;
* Mittelfristig bedeutet eine Aufwertung einen Verlust an [[Wettbewerbsfähigkeit]] der inländischen Unternehmen, da die exportierten Güter im Ausland teurer werden und die Exporte zurückgehen werden. Dagegen wirkt sich eine Abwertung stimulierend auf die Exportwirtschaft aus. Im Rahmen der [[Zahlungsbilanztheorie]] werden die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den [[Außenhandel]] untersucht. Wichtige Ansätze hierzu sind beispielsweise die [[Marshall-Lerner-Bedingung]], die [[Robinson-Bedingung]] oder der J-Kurven-Effekt.&lt;br /&gt;
* Wertet die Währung eines Landes ab, so dass sich die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes verbessert, dann bedeutet dies für andere Länder, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit nachlässt. Man bezeichnet diese Wirtschaftspolitik, die darauf abzielt, über Abwertungen der Währung die Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten anderer Länder zu steigern, als [[Abwertung (Währung)|kompetitive Abwertung]] oder allgemeiner als ''Beggar-thy-neighbour-Politik'' (zu deutsch: bring' deinen Nachbarn an den Bettelstab).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselkursregime ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Wechselkurssystem}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip kann sich der Preis entweder frei bilden (flexibler Wechselkurs) oder von einer [[Zentralbank|Notenbank]] festgelegt werden (fixer Wechselkurs). Daneben existieren zahlreiche Zwischen- und Sonderformen. In der Regel sollten die Wechselkurse umso fixer sein, je enger zwei Volkswirtschaften realwirtschaftlich miteinander verzahnt sind, allerdings nur, wenn in beiden Volkswirtschaften eine abgestimmte und kohärente Geld- und Wirtschaftspolitik betrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flexible Wechselkurse haben die Vorteile:&lt;br /&gt;
* autonome [[Geldpolitik]]: Die Zentralbank kann in der Zinspolitik frei entscheiden&lt;br /&gt;
* Spekulationen (fast) unmöglich zu machen&lt;br /&gt;
* (theoretisch) mittelfristig Unter- und Überbewertungen zu vermeiden, also optimale [[Allokation]] zu ermöglichen&lt;br /&gt;
* Ermöglichen Stabilitätsländern die Auswirkungen von Gleichgewichtsstörungen in anderen Ländern zu begrenzen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Importierte Inflation|importierter Inflation]]&lt;br /&gt;
Nachteile sind unter anderem:&lt;br /&gt;
* starke [[Volatilität]], die nach Ansicht vieler Ökonomen kaum durch Fundamentaldaten zu rechtfertigen sei&lt;br /&gt;
* Transaktionskosten, bedingt durch die Unsicherheit (etwa Währungsabsicherungsgeschäfte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fixe Wechselkurse haben die Vorteile:&lt;br /&gt;
* keine Transaktionskosten in Form von Währungssicherungsgeschäften&lt;br /&gt;
* scheinbare Sicherheit für Anleger aus dem Ausland&lt;br /&gt;
* Kalkulationssicherheit für Im- und Export&lt;br /&gt;
Nachteile sind unter anderem:&lt;br /&gt;
* Verlust der Autonomie in der Geldpolitik: Die Geldpolitik der Zentralbank der Ankerwährung wird übernommen&lt;br /&gt;
* Sicherungskosten: Direkte Interventionskosten (Devisenverluste) bei Kauf und indirekte (Inflation) bei Verkauf der eigenen Währung&lt;br /&gt;
* Anfälligkeit für [[importierte Inflation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kurswert]]&lt;br /&gt;
* [[Interbankenkurs]]&lt;br /&gt;
* [[Kreuzkurs]]&lt;br /&gt;
* [[Natural Hedging]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Olivier Blanchard]], [[Gerhard Illing]]: ''Makroökonomie''. 3., aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München 2004, ISBN 3-8273-7051-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Otmar Emminger]]: ''Die Entwicklung des Wechselkurses von der „sakrosankten“ Parität zum flexiblen Instrument der Währungspolitik''. In: ''Bankhistorisches Archiv.'' 1/1986, Zeitschrift für Bankengeschichte, herausgegeben vom Wissenschaftlichen Beirat des Institutes für bankhistorische Forschung, Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Margarete Wagner-Braun: ''International veränderte Währungsverhältnisse als Impuls für die Weiterentwicklung der Wechselkurstheorie.'' In: ''Bankhistorisches Archiv.'' 2/2002, Zeitschrift für Bankengeschichte, herausgegeben vom Wissenschaftlichen Beirat des Institutes für bankhistorische Forschung, Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Links ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Devisenmarkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Herr E-Mark</name></author>
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