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	<title>Zahlungssystem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Kryptowiki - Die freie Enzyklopädie der Kryptowährungen</subtitle>
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		<id>https://kryptowiki.eu/index.php?title=Zahlungssystem&amp;diff=2597&amp;oldid=prev</id>
		<title>C1ph4: Die Seite wurde neu angelegt: „Als '''Zahlungsverfahren''' werden alle Formen und Prozesse der Übertragung von Eigentumsrechten an Zahlungsmitteln bezeichnet.&lt;ref&gt;Kimmo Soramäki, B…“</title>
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		<updated>2018-07-30T12:05:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahlungsverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden alle Formen und Prozesse der Übertragung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Eigentumsrecht&quot; title=&quot;Eigentumsrecht&quot;&gt;Eigentumsrechten&lt;/a&gt; an &lt;a href=&quot;/index.php?title=Zahlungsmittel&quot; title=&quot;Zahlungsmittel&quot;&gt;Zahlungsmitteln&lt;/a&gt; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kimmo Soramäki, B…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als '''Zahlungsverfahren''' werden alle Formen und Prozesse der Übertragung von [[Eigentumsrecht]]en an [[Zahlungsmittel]]n bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kimmo Soramäki, Benjamin Hanssens: ''[http://www.e-pso.info/epso/papers/ePSO-DS-no1.pdf E-payments: what are they and what makes them different?]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-26 08:34:32 InternetArchiveBot |url=http://www.e-pso.info/epso/papers/ePSO-DS-no1.pdf }}'', S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ wird auch von Bezahlverfahren, Zahlungssystemen oder Zahlungsinstrumenten gesprochen. Eine einheitliche Verwendung dieser Begriffe hat sich bislang nicht durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spektrum der Zahlungsverfahren reicht von der einfachen [[Barzahlung]] an der [[Kasse]] bis hin zu innovativen elektronischen Lösungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Mobile-Payment]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung von Zahlungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Zahlungsverfahren können nach unterschiedlichen Kriterien [[Klassifizierung|klassifiziert]] werden. Häufig wird beispielsweise zwischen klassischen und elektronischen Zahlungsverfahren unterschieden. Klassische Zahlungsverfahren sind demnach die [[Nachnahme]], der (Papier-)[[Scheck]] und die [[Überweisung (Zahlungsverkehr)|Überweisung]], die entweder vor Lieferung ([[Vorauskasse]]) oder nach Lieferung (Zahlung per [[Rechnung]]) erfolgen kann. Zu den elektronischen Zahlungsverfahren werden die Verfahren gezählt, bei denen die [[Zahlung]] unmittelbar über [[elektronische Medien]] freigegeben werden kann (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kreditkarte]]n- und [[Lastschrift]]zahlungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unklar ist jedoch, wie die Überweisung per [[Onlinebanking]] in diese Klassifikation einzuordnen ist. Im Unterschied zur beleghaften Überweisung wird die Zahlung zwar über elektronische Medien freigegeben, allerdings kann die Freigabe nicht unmittelbar erfolgen. Stattdessen muss der [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtige]] sich zunächst in das Onlinebanking seiner Bank einloggen und dann die Überweisungsdaten manuell eingeben. Bei dem auf dem Onlinebanking basierenden Zahlungsverfahren [[giropay]] entfallen einige dieser Zwischenschritte, weshalb es eindeutig zu den elektronischen Zahlungsverfahren gezählt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Unterteilung unterscheidet nach dem Zahlungszeitpunkt: „Pay before“ bedeutet Zahlung vor dem Lieferzeitpunkt, „pay now“ Zahlung zum Lieferzeitpunkt und „pay later“ Zahlung nach dem Lieferzeitpunkt. Eine eindeutige Zuordnung ist jedoch auch nach dieser Systematisierung nicht für jedes Zahlungsverfahren möglich. Wird eine über ein [[Mobiltelefon]] initiierte Zahlung über die abgerechneten Telefoneinheiten in Rechnung gestellt, so kann dies einerseits über die monatliche Telefonrechnung geschehen, was für eine Einstufung als „pay later“ sprechen würde. Es könnte sich andererseits jedoch auch um eine [[Prepaid]]karte handeln, das Verfahren wäre dann der Kategorie „pay before“ zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik]] verzichtet daher auf die genannten Klassifizierungen und unterscheidet zwischen originären und abgeleiteten Zahlungsverfahren:&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: ''[https://www.bsi.bund.de/cae/servlet/contentblob/476842/publicationFile/28064/4_Zahlv_pdf.pdf Modul „Sichere Zahlungsverfahren für E-Government“ des E-Government-Handbuchs]'', S. 6 (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Originäre Zahlungsverfahren umfassen die physische Übertragung von Geldeinheiten ([[Bargeld]] oder [[elektronisches Geld]]), die Überweisung und die [[Lastschrift]].&lt;br /&gt;
*Abgeleitete Zahlungsverfahren, z.&amp;amp;nbsp;B. die Kreditkarte, der [[Scheck]] oder die Vielzahl der für den [[elektronischer Handel|elektronischen Handel]] entwickelten Zahlungsverfahren, greifen bei der Zahlungsabwicklung letzten Endes auf eines der originären Zahlungsverfahren zurück. Die abgeleiteten Zahlungsverfahren werden weiter in die folgenden Gruppen unterteilt:&lt;br /&gt;
**[[Scheck]]basierte Verfahren verbriefen eine Anweisung an das [[Kreditinstitut]] des Zahlungspflichtigen, die im Scheck genannte Geldsumme zu Lasten von dessen [[Konto]] zu zahlen.&lt;br /&gt;
**[[Kreditkarte]]n- und [[debitkarte]]nbasierte Verfahren dienen der Bargeldbeschaffung am Bankschalter oder am [[Geldautomat]]en sowie der [[Bargeldloser Zahlungsverkehr|bargeldlosen Bezahlung]] von [[Ware]]n und [[Dienstleistung]]en bei Vertragsunternehmen der kartenherausgebenden Organisationen.&lt;br /&gt;
**[[Wertkarte]]nbasierte Verfahren verwenden vorausbezahlte Guthabenkarten, die in der Regel nicht wieder aufgeladen werden können. Beispiele hierfür sind T-Pay MicroMoney, die paysafecard oder die ukashcard.&lt;br /&gt;
**[[E-Mail]]-basierte Verfahren nutzen E-Mail-Nachrichten zur Übertragung von Buchungsinformationen. Vom Anbieter des Verfahrens werden mit einer E-Mail-Adresse verknüpfte Referenzkonten geführt; bekannte Beispiele hierfür sind PayPal und moneybookers.&lt;br /&gt;
**[[Mobiltelefon]]basierte Verfahren nutzen das Mobiltelefon zur Übertragung von Buchungsinformationen. Das Mobiltelefon dient dabei gleichzeitig zur [[Authentifizierung]]. Ein Anbieter von mobiltelefonbasierten Verfahren ist ''mpass'', ein Gemeinschaftsprojekt von [[Vodafone]] und [[Telefónica Germany|O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]].&lt;br /&gt;
**[[Inkasso]]- und [[Billing]]verfahren sind alle sonstigen Verfahren, bei denen fällige Beträge von Dritten eingezogen werden. Hierzu gehört die [[Nachnahme]], bei der ein Zustelldienst als Inkassostelle auftritt, die speziell für den [[elektronischer Handel|elektronischen Handel]] entwickelten Verfahren [[ClickandBuy]], iclear und [[T-Pay]] (bis 2011) sowie die Abrechnung über telefonische [[Mehrwertdienst (Telekommunikation)|Mehrwertdienst]]e oder [[Dialer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlässlichkeit ==&lt;br /&gt;
Die Verlässlichkeit von Zahlungssystemen in einer Volkswirtschaft ist von [[Liquidität]], Finalität, [[Transaktionsrisiko]] und [[Systemrisiko|systemischem Risiko]] abhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;Jane Kaufman Winn, ''Clash of the Titans: Regulating the Competition between Established and Emerging Electronic Payment Systems'', in: Berkeley Technology Law Journal vol. 14/675, März 1999, S. 678 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Die Liquidität hängt davon ab, ob und wie leicht (mit welchen [[Transaktionskosten]]) abgeleitete Zahlungsverfahren in [[gesetzliches Zahlungsmittel|gesetzliche Zahlungsmittel]] ({{enS|''legal tender''}}) oder [[Buchgeld]] umgewandelt werden können und wie viele [[Handel|Händler]] bereit sind, sie zu akzeptieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HmO5cprAdMkC&amp;amp;pg=PA164&amp;amp;dq=E-Geld+Zentralbankgeld&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=E-Geld%20Zentralbankgeld&amp;amp;f=false Markus B. Hofer/Hans-Helmut Kotz/Diethard B. Simmert (Hrsg.), ''Geld- und Wirtschaftspolitik in gesellschaftlicher Verantwortung'', 2004, S. 163]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie müssen zudem gegen [[Zentralbankgeld]] im Verhältnis 1:1 umtauschbar sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus B. Hofer/Hans-Helmut Kotz/Diethard B. Simmert (Hrsg.), ''Geld- und Wirtschaftspolitik in gesellschaftlicher Verantwortung'', 2004, S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Eine [[Zahlung]] ist dann final (also endgültig), wenn sie nicht mehr [[Widerruf (Recht)|widerrufen]] werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Jane Kaufman Winn, ''Clash of the Titans: Regulating the Competition between Established and Emerging Electronic Payment Systems'', in: Berkeley Technology Law Journal vol. 14/675, März 1999, S. 679&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn der [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtige]] keine rechtliche Möglichkeit mehr besitzt, seine Zahlung zu widerrufen, ist die Zahlung final. Das ist nach {{§|675p|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] nach dem Zugang des [[Zahlungsauftrag]]s beim [[Zahlungsdienst]]leister der Fall.&lt;br /&gt;
* Jede abzuwickelnde [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktion]] enthält für den [[Zahlungsempfänger]] ein Transaktionsrisiko ([[Kreditrisiko]], [[Erfüllungsrisiko]], [[Falschgeld|Fälschungsrisiko]] von [[Bargeld]]). Hat der Zahlungsempfänger seine Leistung bereits erbracht und die Zahlung steht noch aus ([[Vorleistung (Recht)|Vorleistung]]), ist er dem Kreditrisiko des Zahlungspflichtigen ausgesetzt. Durch die Gesetzgebung sind nicht alle Transaktionsrisiken ausgeschlossen.  &lt;br /&gt;
* Das systemische Risiko besteht darin, dass ein Zahlungssystem durch [[Menschlicher Fehler|Fehlverhalten]] oder [[Insolvenz]] der Beteiligten [[Marktstörung]]en unterliegt oder ganz zusammenbrechen kann. Die Überwachung des Zahlungsverkehrs durch [[Zentralbank]]en und [[Bankenaufsicht]] kann dieses Risiko minimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl von Zahlungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Angebots bargeldloser Zahlungsverfahren hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Zum einen verzeichnet das [[EuroHandelsinstitut]] einen starken Anstieg bei den bargeldlosen Zahlungen im [[stationärer Handel|stationären Handel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hauptverband des Deutschen Einzelhandels: ''[http://www.einzelhandel.de/servlet/PB/-s/3sz7q21we60cwkiz38wh91emyeuf7id/menu/1071675/index.html EHI-Jahreserhebung zu Zahlungssystemen]{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-26 08:34:32 InternetArchiveBot |url=http://www.einzelhandel.de/servlet/PB/-s/3sz7q21we60cwkiz38wh91emyeuf7id/menu/1071675/index.html }}''&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum anderen nutzen immer mehr Händler das [[Internet]] als [[Vertriebsweg]] und sind hierfür auf geeignete Verfahren zur [[Bargeldloser Zahlungsverkehr|bargeldlosen Bezahlung]] der [[Ware]]n und [[Dienstleistung]]en angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere im [[elektronischer Handel|elektronischen Handel]] wird ein geeignetes Angebot von Zahlungsverfahren ([[Elektronisches Geld]]) immer mehr zum Erfolgsfaktor. Häufig werden Käufe abgebrochen, wenn nicht das geeignete Zahlungsverfahren zur Verfügung steht. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Auswahl von Zahlungsverfahren an Bedeutung.&lt;br /&gt;
Die Auswahl von Zahlungsverfahren hat sich an der Eignung für das vorliegende Zahlungsszenario, an den Anforderungen des Zahlungspflichtigen sowie den Anforderungen des Zahlungsempfängers zu orientieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlungsszenarien ===&lt;br /&gt;
Zahlungsszenarien werden nach dem Einsatzszenario, der Betragshöhe, der Herkunft der Kunden und der Häufigkeit der Zahlung unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kategorisierung nach dem Einsatzszenario:'''&lt;br /&gt;
*Bezahlung am [[Verkaufsort|Point of Sale]]: Als Point of Sale wird der Ort bezeichnet, an dem Verkäufer und Käufer physisch zusammentreffen. Häufig ist dies ein stationärer [[Kassenarbeitsplatz]] oder Verkaufsautomat. Das Zusammentreffen kann aber auch außerhalb der Räume des Verkäufers stattfinden (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Taxi]]s, [[Lieferdienst]]en).&lt;br /&gt;
*Bezahlung im [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatz]]: Zum Fernabsatz zählen alle [[Kaufvertrag|Kauf-]] oder [[Dienstvertrag|Dienstverträge]], die zwischen Verkäufer und Käufer per [[Telefon]], [[Internet]], [[Brief]] oder über andere Fernkommunikationsmittel abgeschlossen werden. Damit umfasst der Fernabsatz sowohl den klassischen [[Versandhandel]] als auch den [[elektronischer Handel|elektronischen Handel]] über das Internet (E-Commerce).&lt;br /&gt;
'''Kategorisierung nach der Betragshöhe:'''&lt;br /&gt;
*Macropayment (ab ca. 5 Euro)&lt;br /&gt;
*[[Micropayment]] (ab ca. 5 Cent bis ca. 5 Euro)&lt;br /&gt;
*[[Kleinstbetrag|Millipayment, Minipayment, Picopayment oder auch Nanopayment]] (bis ca. 5 Cent)&lt;br /&gt;
'''Kategorisierung nach der Herkunft der Kunden:'''&lt;br /&gt;
*[[Inland]]&lt;br /&gt;
*[[Ausland]]&lt;br /&gt;
Bei ausländischen Kunden ist darauf zu achten, dass die angebotenen Zahlungsverfahren auch im Ausland verfügbar sind. Dies ist z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Lastschrift]] im Zuge der Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrsraums ([[Single Euro Payments Area|SEPA]]) eingeführt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kategorisierung nach der Häufigkeit der Zahlung:'''&lt;br /&gt;
*Einmalig: Kunde und Händler treffen nur einmal zusammen.&lt;br /&gt;
*Wiederkehrend: Kunde und Händler treffen wiederholt zusammen.&lt;br /&gt;
Bei wiederkehrend genutzten Leistungen nehmen Kunden vermutlich einen höheren einmaligen Registrierungsaufwand in Kauf als bei selten genutzten Leistungen. Auch das Risiko für den Händler nimmt ab, wenn bereits positive Erfahrungen über das [[Zahlungsverhalten]] eines Kunden vorliegen. Für den Einzug regelmäßig wiederkehrender Forderungen ist insbesondere das Lastschriftverfahren gut geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anforderungen des Zahlungspflichtigen ===&lt;br /&gt;
Aus Sicht des Zahlungspflichtigen ist eine möglichst sichere Zahlungsabwicklung gewünscht. Zu den weiteren Anforderungen zählen ein geringer Installations- und Registrierungsaufwand, geringe Kosten sowie eine hohe Anzahl an Akzeptanzstellen.&lt;br /&gt;
*'''[[Sicherheit]]:''' Unter dem Sicherheitsaspekt werden organisatorische und rechtliche Regelungen betrachtet, die dazu geeignet sind, das Eintreten von Schäden aus Sicht des Zahlungspflichtigen zu verhindern. Die Sicherheitsanforderungen lassen sich weiter in die  Transaktionskontrolle, Authentifizierung, Sperrmöglichkeit und geringer Haftungsbetrag unterteilen:&lt;br /&gt;
**Transaktionskontrolle: Der Zahlungspflichtige möchte zum einen sicher sein, dass eine von ihm gewünschte Transaktion erfolgreich initiiert wurde. Zum anderen möchte er kontrollieren können, dass keine unberechtigte Transaktion durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
**[[Authentifizierung]]: Die Stärke der Authentifizierung gibt Hinweise darauf, wie leicht es für einen Dritten sein kann, unberechtigt Zahlungen zu Lasten des Zahlungspflichtigen zu initiieren.&lt;br /&gt;
**Sperrmöglichkeit: Bei einer Sperre gegen zukünftige Verfügungen sind Schäden selbst dann ausgeschlossen, wenn ein Dritter den Authentifizierungsmechanismus überwunden hat.&lt;br /&gt;
**[[Haftung (Recht)|Haftungsbetrag]]: Der Haftungsbetrag gibt an, für welchen Betrag der Kunde maximal aufkommen muss, wenn vor einer eventuellen Sperre unberechtigte Verfügungen zu seinen Lasten vorgenommen wurden.&lt;br /&gt;
*'''[[Implementierung|Installation]]s- und [[Registrierung]]saufwand:''' Der Installations- und Registrierungsaufwand beschreibt den Aufwand, der für eine erstmalige Nutzung des Zahlungsverfahrens erforderlich ist. Dazu zählt zum einen die Anmeldung beim Anbieter des Zahlungsverfahrens. Zum anderen wird hierunter der Aufwand für evtl. notwendige [[Hardware|Hard-]] und [[Software]]-Installationen gefasst.&lt;br /&gt;
*'''[[Kosten]]:''' Die Nutzung eines Zahlungsverfahrens ist für den Zahlungspflichtigen in der Regel kostenlos. Im E-Commerce gehen einige Händler jedoch dazu über, unterschiedliche Preise in Abhängigkeit von den genutzten Zahlungsverfahren zu fordern. Daneben spielen auch die transaktionsunabhängigen Kosten für den Kunden eine entscheidende Rolle. Darunter werden die Kosten gefasst, die dem Kunden entstehen, ohne dass dieser Zahlungen tätigt. Dazu zählen sowohl einmalige Anschaffungskosten, z.&amp;amp;nbsp;B. für ein Kartenlesegerät, als auch periodisch wiederkehrende Kosten wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Jahresgebühr für eine [[Kreditkarte]].&lt;br /&gt;
*'''Akzeptanzstellen:''' Ein weiterer Faktor, der für die Nutzung von Zahlungsverfahren eine wichtige Rolle spielt, ist die Anzahl der Akzeptanzstellen. Ist die Zahl der Akzeptanzstellen hoch, so sind die Kunden eher bereit, den Registrierungsaufwand in Kauf zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anforderungen des Zahlungsempfängers ===&lt;br /&gt;
Wie Befragungen&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Stahl, Markus Breitschaft, Thomas Krabichler, Georg Wittmann: ''[http://www.ecommerce-leitfaden.de Wohin geht die Reise im eCommerce? – Ergebnisse einer Händlerbefragung im Rahmen des Projekts eCommerce-Leitfaden]'', S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen, spielt für Händler insbesondere die unmittelbare und sofortige Nutzbarkeit eines Zahlungsverfahrens (Verbreitung/Akzeptanz durch den Kunden) eine sehr wichtige Rolle. Weitere wichtige Anforderungen sind ein wirksamer Schutz vor Zahlungsausfällen, geringe Kosten und die Unterstützung durchgängiger Prozesse.&lt;br /&gt;
*'''Verbreitung/Akzeptanz durch den Kunden:''' Entscheidend bei der Auswahl von Zahlungsverfahren ist, dass nicht jeder Kunde jedes Zahlungsverfahren auch tatsächlich spontan und unmittelbar nutzen kann. So sind insbesondere neuere Zahlungsverfahren, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[PayPal]], [[ClickandBuy]], [[Moneybookers]] oder auch [[T-Pay]], registrierungspflichtig, wodurch eine Hürde für die erstmalige Nutzung der Zahlungsverfahren geschaffen wird. Klassische Zahlungsverfahren wie die [[Überweisung]], das [[Lastschrift]]verfahren oder die Kreditkartenverfahren haben hier den historisch bedingten Vorteil einer bereits bestehenden, relativ hohen Verbreitung. Zu achten ist dabei vor allem auf die Verbreitung bei der adressieren [[Zielgruppe]], z.&amp;amp;nbsp;B. bei jüngeren Kunden oder bei Kunden aus dem Ausland.&lt;br /&gt;
*'''Schutz vor Zahlungsausfällen:''' Je nachdem, welches Zahlungsverfahren betrachtet wird, bietet es mehr oder weniger Schutz vor Zahlungsausfällen. Dabei reicht die Bandbreite von einem sehr geringen oder gar keinem Schutz, z.&amp;amp;nbsp;B. bei Zahlungen per Lastschrift oder Rechnung im [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatz]], bis hin zu einem vollständigen Schutz, z.&amp;amp;nbsp;B. beim GeldKarte-System der deutschen Kreditwirtschaft oder der Zahlung per [[Vorauskasse]].&lt;br /&gt;
*'''[[Kosten]]:''' Die Kosten, die durch die Einbindung und Nutzung von Zahlungsverfahren auf Händlerseite entstehen, lassen sich grundsätzlich in folgende Arten unterscheiden:&lt;br /&gt;
**Kosten, die durch die Beschaffung von [[Software]]- oder [[Hardware]]-Komponenten entstehen, z.&amp;amp;nbsp;B. Terminals oder Software, damit [[Kreditkarte]]nzahlungen überhaupt erst akzeptiert und abgerechnet werden können bzw. dürfen.&lt;br /&gt;
**Kosten, die durch die regelmäßige, von einem Kaufvorgang unabhängige Abgabe von Gebühren entstehen, z.&amp;amp;nbsp;B. monatliche Lizenzkosten oder Grundgebühren für die grundsätzliche Bereitstellung von Dienstleistungen durch den Zahlungsverfahrensanbieter&lt;br /&gt;
**Kosten, die für die Abwicklung einer Zahlung entstehen. Bei Kreditkartenzahlungen fallen beispielsweise häufig umsatzunabhängige Autorisierungskosten zuzüglich eines vom Umsatz abhängigen Entgelts als Dienstleistungsgebühr an.&lt;br /&gt;
*'''Prozesse:''' Um Kosten in Form manueller Zuordnungen von Zahlungseingängen zu [[offener Posten|offenen Posten]] zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, inwiefern das Zahlungsverfahren den eingebundenen Dienstleistern eine Automatisierung ermöglicht. Bei Zahlungen per Vorauskasse oder Rechnung verursacht beispielsweise die manuelle Zuordnung der Zahlungseingänge zu offenen Posten häufig hohe Aufwände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezifische Probleme von Zahlungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Aus den skizzierten Anforderungen der Zahlungspflichtigen und der Zahlungsempfänger resultieren zwei grundlegende Probleme bei der Gestaltung von Zahlungsverfahren. Zum einen führt die Forderung nach einer hohen Anzahl an Akzeptanzstellen bzw. nach hoher Verbreitung auf Kundenseite zu einem Henne-Ei-Problem. Zum anderen ergibt sich aus der beiderseitigen Forderung nach Sicherheit speziell im [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatz]] ein Problem, da eine [[Zug um Zug|Zug-um-Zug]]-Erfüllung bei Fernabsatzgeschäften nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Henne-Ei-Problem ===&lt;br /&gt;
Das [[Henne-Ei-Problem]] (auch als [[Netzwerkeffekt]] oder [[Pinguin-Effekt]] bezeichnet) ist die Ursache dafür, dass sich neue Zahlungsverfahren nur sehr schwer durchsetzen. So werden die Kunden die Anfangsaufwände (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Registrierung]]) für ein neues Zahlungsverfahren nur dann tragen, wenn es von vielen Händlern akzeptiert wird. Die Händler integrieren ein neues Zahlungsverfahren wiederum nur, wenn es von ausreichend vielen Kunden genutzt wird. Somit kommt es zu einer Situation des gegenseitigen Abwartens und folglich zu keiner Verbreitung des Zahlungsverfahrens, solange keine kritische Masse an Nutzern erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Problem der Risikoallokation im Fernabsatz ===&lt;br /&gt;
Im Fernabsatz ist aufgrund der Transportzeit der Ware keine Zug-um-Zug-Erfüllung wie im stationären Handel möglich. Daher muss entweder der Käufer ([[Vorauskasse]]) oder der Verkäufer in Vorleistung gehen. Hieraus entsteht zwangsläufig ein Risiko: Entweder läuft der Käufer Gefahr, dass eine per Vorauskasse bezahlte Ware nicht geliefert und der bereits bezahlte Betrag nicht mehr erstattet wird, oder der Händler geht ein Zahlungsrisiko ein. Dies besteht beispielsweise darin, dass trotz ordnungsmäßiger Lieferung eine [[Rechnung]] nicht beglichen oder eine Zahlung per [[Lastschrift]] oder Kreditkarte wieder zurückgegeben wird. Daher werden diese Zahlungsverfahren häufig mit zusätzlichen Maßnahmen zur Absicherung von Zahlungsrisiken kombiniert, z.&amp;amp;nbsp;B. Adressprüfungen, [[Negativliste]]nprüfungen oder Bonitäts-[[Kreditscoring|Scorings]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlung per Vorauskasse steht beim Handel im [[elektronischer Handel|elektronischen Handel]] auf Platz 1 der Beliebtheit; beim Umsatz erreicht Vorkasse Platz 3.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecckoeln.de/Downloads/Themen/Payment/IZH6_Kurzauswertung.pdf Zahlungsverfahren aus Sicht der Händler] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bargeldloser Zahlungsverkehr]]&lt;br /&gt;
* [[Zahlung]]&lt;br /&gt;
* [[Zahlungsbedingung]]&lt;br /&gt;
* [[Elektronisches Geld]]&lt;br /&gt;
* [[Electronic Cash]]&lt;br /&gt;
* [[Kryptowährung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Cornelia Stengel, Thomas Weber: ''Digitale und mobile Zahlungssysteme - Technologie, Verträge und Regulation von Kreditkarten, Wallets und E-Geld.'' Schulthess Verlag, Zürich, Basel, Genf 2016, ISBN 978-3-7255-7558-9.&lt;br /&gt;
* Thomas Lammer (Hrsg.): ''Handbuch E-Money, E-Payment &amp;amp; M-Payment''. Physica-Verlag, Heidelberg 2006, ISBN 3-7908-1651-5.&lt;br /&gt;
* René Teichmann, Martin Nonnenmacher, Joachim Henkel (Hrsg.): ''E-Commerce und E-Payment. Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Perspektiven''. Gabler, Wiesbaden 2001, ISBN 3-7908-1651-5.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Ketterer, Karsten Stroborn: ''Handbuch ePayment. Zahlungsverkehr im Internet. Systeme, Trends, Perspektiven.'' Deutscher Wirtschaftsdienst, Köln 2002, ISBN 3-87156-463-X.&lt;br /&gt;
* Ernst Stahl, Thomas Krabichler, Markus Breitschaft, Georg Wittmann: ''Zahlungsabwicklung im Internet. Bedeutung, Status-quo und zukünftige Herausforderungen.'' IBI Research, Regensburg 2006, ISBN 3-937195-12-2, [http://www.ecommerce-leitfaden.de/juli-2006-zahlungsabwicklung-im-internet.html Näheres zur Studie und Management Summary als PDF].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Externe Links ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Payment systems|Zahlungsverfahren}}&lt;br /&gt;
* [http://www.competence-site.de/e-commerce/e-payment-collection-special Competence Site Themenspecial ePayment &amp;amp; Collection]&lt;br /&gt;
* [http://www.ak-epayment.de Arbeitskreis E-Payment des Bundesverbands der Online-Anbieter]&lt;br /&gt;
* [http://epso.intrasoft.lu ePayment Systems Observatory der Europäischen Zentralbank]&lt;br /&gt;
* [http://www.ecc-handel.de/themenspecial_risikomanagement_im_e-commerce.php Themenspecial des ECC Handel: Risikomanagement im E-Commerce]&lt;br /&gt;
* [https://www.bsi.bund.de/cae/servlet/contentblob/476842/publicationFile/28064/4_Zahlv_pdf.pdf Sichere Zahlungsverfahren für E-Government: E-Government-Handbuch] (PDF; 1,12&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlungsverkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>C1ph4</name></author>
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