Cryptopunks

CryptoPunks wurde im Juni 2017 veröffentlicht und gilt als das erste non-fungible token (NFT) der Ethereum-Blockchain. Entwickelt wurde das Projekt von der nordamerikanischen Firma Larva Labs, ein Zwei-Mann-Betrieb bestehend aus den kanadischen Softwareentwicklern Matt Hall und John Watkinson. Das Experimentalprojekt zieht seine Einflüsse aus der Londoner Punkszene, der Cyberpunk-Bewegung, sowie dem Roman Neuromancer von William Gibson, Johnny Mnemonic, Blade Runner[1] oder der französischen Kultband Daft Punk. Das Kryptokunst-Blockchain-Projekt wurde zur Inspiration für den ERC-721-Standard für NFTs und hat die Art und Weise verändert, wie viele über Ethereum-Kunstprojekte und die moderne Kryptokunst-Bewegung denken. Viele Investoren und Sammler sehen in CryptoPunks-NFTs schlicht Popart, ähnlich digitalen Warhols.[clarification needed][2]

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HintergrundBearbeiten

Es wurden lediglich 10.000 einzigartige CryptoPunks erstellt, davon 6.039 männlichen und nur 3.840 weiblichen Geschlechts. Die Seltenheit eines Pixelbilds wird durch die Blockchain selbst geregelt. Jedes Pixelbild wurde algorithmisch durch Computer-Code generiert, dadurch ähnelt keines exakt dem anderen. Welche Eigenschaften ein Pixelbild hat und welche Seltenheit diese besitzt, regelt ebenfalls der Alghorithmus. Ursprünglich waren die Pixelbilder kostenlos, generell konnte jeder im Besitz einer Ethereum-Wallet diese anfordern. Es wird nie mehr als diese 10.000 generierten geben.[3]

Datei:Cryptopunks.png
1000 der erstellten 10.000 Pixelbildchen[4]

Attribute und TypenBearbeiten

Neben der geschichtlichen Bedeutung für NFTs, wird der Sammelaspekt hier durch die Seltenheit bestimmter Merkmale und Charaktertypen methodisch erweitert. Die meisten der ingesamt 10.000 Cryptopunks sind menschlich, doch gibt es darunter auch drei seltene Spezialtypen: Zombie (88), Affe (24) und Alien (9).[5][6]

KritikBearbeiten

Wenngleich CryptoPunks als sehr gutes Beispiel herangezogen werden kann, wie Indie-Projekte mit der Blockchain, in diesem Fall speziell Ethereum, umgesetzt werden können, ist der Hype um das Projekt mit rationalen Argumenten kaum erklärbar: im Kern handelt es sich bei den CryptoPunks um sehr einfache, sehr kleine Pixelbildchen in der Größe 24x24 Pixel, dessen Unterscheidungsmerkmale bis auf die seltenen Spezialtypen kaum ins Gewicht fallen. Die Idee selbst ist z.B. mit einem einfachen C/C++-Programm in kurzer Zeit realisierbar und hätte als reines Webprojekt oder herunterladbares PC-Programm wohl kaum Aufmerksamkeit erfahren.

Ebenfalls streitbar ist, ob es sich bei CryptoPunks wirklich um Kunst handelt. In diesem Sinne müsste man bereits die algorithmisch generierten Avatare der Webapplikation Gravatar als Kunst ansehen, was bisher (Stand 2021) nicht erfolgt ist.

EinzelnachweiseBearbeiten

Externe LinksBearbeiten